| Pferde laufen besser als Geschäfte |
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| Mittwoch, 21. Januar 2009 um 10:43 |
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Ärger im Reitsport: Dank Kamsin und Overdose war 2008 zwar ein sportlich gutes Jahr. Die Wettumsätze brachen jedoch um fast 19 Prozent ein. In der Krise sollen nun die Abgaben der Besitzer steigen. Dass man die Finanzierung nun teilweise mit neuerlichem Geld der Besitzer stemmt, statt Abflüssen der Wettgelder über Internet-Kanäle und in Steueroasen entgegen zu wirken, stößt auf Unverständnis. Denn die Vorab-Investitionen in eine neue Führungsstruktur des Sports, befasst zunächst mit exakt der Suche nach dem Fremdkapital, wurde ebenfalls im wesentlichen schon mit erhöhten Abgaben der Besitzer, zudem der Trainer und der Jockeys, finanziert. Den Unmut über die erhöhten Meldegelder öffentlich angeprangert hat in der letzten Woche in der Fachzeitung „Sport-Welt“ Trainer Christian von der Recke. „Da muss man sich erst einmal setzen, tief durchatmen und seiner Überraschung sowie seinem Ärger Luft verschaffen“, so der Coach. Recke lebt ebenfalls von vielen kleinen Besitzern, für die er das öffentliche Sprachrohr bildet, und er ist keineswegs nur irgendwer: Christian von der Recke ist der alte und neue Championtrainer dieses Sports, sammelte 2008 wie schon im Vorjahr die meisten Siege in Flach- und auch in Hindernisrennen. Er vertritt damit die „Kleinen“ wie die „Großen“ gleichermaßen und angesichts seiner Worte müssten in der Schaltzentrale des Turfs in Köln die Alarmglocken noch heller schrillen. Krisenstimmung herrscht ohnehin schon. Der Rennveranstalter in Frankfurt hat Insolvenz angemeldet, Baden-Baden drücken Millionenschulden und es sieht ausgerechnet auf Deutschlands wichtigster Rennbahn alles andere als rosig aus. Die Zahlen der Saison 2008 sind im Hinblick auf den Wettumsatz unerfreulich: minus 18,78 Prozent stehen da unter dem Strich, 39,19 Millionen Euro waren es in den insgesamt 1573 Rennen des Jahres bei 199 Veranstaltungen. Erfreulich bleiben die sportlichen Erfolge der Galopper im In- und Ausland und man hofft darauf, dass die wirtschaftliche Entwicklung endlich wieder parallel zur sportlichen verläuft. Neuerlich hat der Rennsport in 2008 Stars hervorgebracht, angeführt von Derbysieger Kamsin. Dieser bescherte einem Großen dieses Sports posthum erstmals den Besitzertitel: Franz-Günther von Gaertners Stall Blankenese war erfolgreichster Besitzer des Jahres. Von Gaertner erlebte das nicht mehr mit, er verstarb im November. Schlagzeilen unter anderem auch ein Pferd namens Overdose geschrieben. Der Ungar, ungeschlagen in elf Rennen, hat in Deutschland dreimal seine Fans aus dem Häuschen gebracht. Und gezeigt, dass dieser Sport nach wie vor enorme Popularität besitzt. Diese Popularität in bare Münze umzuwandeln hat man in den letzten Jahren nicht mehr geschafft. Ohne Unterstützung von anderer Stelle scheint dies schwer. In einem Kommentar heißt es im Branchen-Dienst „Galopp Intern: „Wenn der Staat nicht sehr bald regulierend in das Wettgeschäft mit den steuerfrei abfließenden Millionenumsätzen eingreift, ist Schicht im deutschen Galopprennsport.“ quelle: www.ksta.de |
| Aktualisiert ( Mittwoch, 21. Januar 2009 um 10:46 ) |



